Wie verändert sich unsere Arbeitswelt in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, neuen Technologien und gesellschaftlichem Wandel? Zukunftsforscher Max Irmer beschäftigt sich genau mit diesen Fragen – und wagt beim People & Culture Festival 2025 in seiner Titelsession „Zukunft der Arbeit – ein kollektives Echtzeitbild“ den Blick nach vorn.
Seine Mission: Zukunftsbilder greifbar machen und zeigen, wie wir sie aktiv mitgestalten können. Denn für Irmer ist Zukunft nichts Abstraktes, sondern ein Raum voller Möglichkeiten, den wir heute mit unseren Entscheidungen prägen. Dabei geht es nicht nur um Technologien wie KI, sondern auch um Werte, Verantwortung und die Fähigkeit, sich immer wieder neu auszurichten.
Wir haben ihn vorab gefragt, wie er auf aktuelle Mythen blickt, welche neuen Berufsbilder er kommen sieht – und was wir selbst tun können, um fit für die Zukunft zu bleiben.
1. Was ist für dich aktuell der größte Mythos rund um KI in der Arbeitswelt?
Der größte Mythos ist, dass KI entweder der große Retter oder der sichere Untergang ist. Ich glaub die Zukunft wird wie so oft dazwischen liegen. Entscheidend ist viel mehr, wie bewusst wir KI einsetzen und welche Verantwortung wir dabei übernehmen.
2. Welche neuen Berufsbilder siehst du in den nächsten fünf Jahren entstehen?
Digital Detox Facilitator, Empathy Trainer … es wird sich einiges ändern, aber eben nicht alles und nicht sofort. Wir sollten viel mehr darauf schauen, welche Berufsbilder wir nicht „verlieren“ wollen und welche neuen wir wirklich brauchen.
3. Wie kannst du gezielt Future Skills aufbauen, um resilient zu bleiben?
Für mich heißt das: Futures Literacy „leben“ – also aktiv mit unterschiedlichen, auch mal verrückten Zukünften experimentieren. Wer lernt, sich wünschenswerte Zukunftsbilder vorzustellen, bleibt handlungsfähig und kann damit beeinflussen, was (Über-)Morgen kommt.